Donnerstag, 28. August 2008

Die ersten drei Wochen im Überblick ...



Aachen - Odense


Die Anreise hat super funktioniert, knapp 7 Stunden haben wir von Aachen nach Odense gebraucht. Also, soooo weit weg bin ich gar nicht ;-) Nachdem ich meinen Schlüssel und ein großes Welcome Package abgeholt habe, musste ich mir natürlich schnell einen ersten Eindruck verschaffen. Das Wohnheim fand ich einfach riesig groß und unheimlich leer, habe ich mich doch entschieden erstmal bei meinem Vater und meiner Schwester im Hotel unterzutauchen ;-) Wir haben uns 2 tolle Tage gemacht, wichtige Erledigungen getätigt und uns ein bisschen in der Stadt umgeschaut. Demnach hatte ich einen erfolgreichen Einstieg …


My home is my castle


Dann stand die erste einsame Nacht in diesem riesigen Haus an aber es war nicht so schlimm wie ich dachte. Mein Zimmer ist wirklich schön, mit meinen persönlichen Sachen hab ich es mir hier richtig gemütlich gemacht. Sogar ein Waschbecken habe ich im Zimmer. Die Küche ist auch vollkommen in Ordnung, bisher teile ich sie mir mit 5 Jungs aus Litauen, Frankreich, Spanien und Rumänien. Die sind alle super nett, aber ich bete noch für weibliche Unterstützung … wenn das nicht klappt habe ich wenigstens noch die Putzfrau auf meiner Seite.

Das Bad ist halt ein Wohnheim-Bad. Nichts besonderes, aber für ein halbes Jahr durchaus ok. Wenn es denn in dem derzeitigen Zustand bleibt.


Das Besondere ist wirklich die Lage des Wohnheims. Zu Fuß bin ich in 5 Minuten in der Haupteinkaufstraße und zum Bahnhof ist es auch nicht weit. Das Hauptverkehrsmittel ist und bleibt hier das Fahrrad. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Fahrräder auf einem Haufen gesehen. Hier fahren einfach alle - Kinder, ältere Menschen, Männer im Anzug, Mädels auf High Heels. Und ich ;-) Denn Dank Jaras Bekannter bin ich nun auch stolze Besitzerin.

Trotz der Lage im Zentrum ist das Wohnheim von einem großen grünen Park umgeben und der Fluss Odense A fließt direkt dadurch. Wirklich total schön und ein absolutes Jogger – und Spazierparadies. Ach ja und vor meinem Fenster befindet sich ein Fussballfeld, demnach habe ich regelmäßig einen Überblick auf 22 Dänen und das ist ja auch nicht gerade übel ;-)



Der Urlaub


Tja und dann stand irgendwann Malte schon am Bahnhof und wir haben uns hier eine richtig schöne Zeit gemacht. Die Stadt wurde ordentlich erkundet und dann machten wir uns auf um die Umgebung zu besichtigen. Wir haben ein paar Städte hier auf Fünen gesehen, und auch Kopenhagen auf der Nachbarinsel. Das war wirklich ein toller Trip. Kopenhagen ist anders als Metropolen wie Paris, London oder Barcelona aber definitiv ein Besuch wert. (vorrausgesetzt man hat Geld)





Insgesamt gefällt mir hier wirklich alles. Die Stadt ist genau das Richtige für mich. Das Land ist so klein, dass man viel und einfach rumreisen kann. Der einzige Nachteil den ich bisher entdeckt habe, sind die Preise. Es ist richtig teuer hier, Lebensmittel kosten einfach viel mehr wegen der hohen Mehrwertsteuer. Aber naja, wenn 400 Gramm Hackfleisch 5 Euro kosten dann gibt’s das halt seltener ;-)

Nach fast zwei Wochen zogen dann auch die Jungs nach und nach ein und es wurde ein bisschen gequatscht, getrunken und gefeiert. Die waren nur irgendwie mehr an Malte als an mir interessiert, denn ich habe nicht 24 Stunden am Tag Fussball, Basketball und Bier im Kopf. Trotzdem habe ich das Kompliment bekommen, ich sei das Beste an der Küche. Ob das positiv ist weiß ich auch noch nicht ;-)



Alter Schwede, die Dänen sprechen so komisch


Ja und dann wäre da noch das dänische Volk und deren Sprache. Bisher habe ich nur meinen Buddy als dänische Kontaktperson und ab und zu kommt man mal mit anderen Leuten ins Gespräch. Das Vorurteil die Leute im Norden seien kühl und reserviert, kann ich absolut nicht bestätigen….alle sind freundlich und kommen auf einen zu. Da ich ja leider in der Uni und in Aachen keinen Dänischkurs machen konnte, will ich das hier unbedingt nachholen. Lesen ist wirklich einfach, da viele Wörter dem Deutschen und Holländischen ähneln. Mit ein bisschen Fantasie kann man sich die Bedeutung einzelner Sätze leicht zusammenreimen. Aber die Aussprache ist ein Kapitel für sich…

Ja und mittlerweile ist Malte auch wieder weg … gestern sind hier unheimlich viele neue Studenten eingekehrt und wir haben eine kleine Welcome Party gehabt (die offiziellen folgen). Deutsche habe ich bisher nur zwei getroffen, der Rest ist aus Spanien, Frankreich, Litauen, Polen, Mexico, USA. Also ein ziemlich bunter Haufen. Ich habe das Zimmer in der Nähe vom Aufenthaltsraum, mega laut sag ich nur. Zum Schlafen werde ich hier wohl nicht großartig kommen, das werde ich dann zu Hause nachholen müssen...

Hej hej!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hej Kleine,
einen schönen Blog hast du dir gemacht.
immer alle news im überblick ;-)
wenn du aus der uni zurück bist dann ruf ich mal an...