Freitag, 14. November 2008

Exkursion


Gestern ging es auf Exkursion nach Kopenhagen ... das läuft hier an der Uni so, dass man sich ein Auto schnappt und losfährt. Da wir in dem Kurs "Deutsche Unternehmenskultur" nur zu viert sind, reichte sogar eins. Das Besondere an diesem Ausflug war für mich zunächst die Storebælt-Brücke mit dem Auto zu überqueren. Meine letzte Fahrt nach Kopenhagen mit dem Zug verlief unter der Brücke.

Die Storebælt-Brücke verbindet die Insel Fünen mit Seeland. Bis zur Inbetriebnahme der neuen Verkehrsverbindung wurden zwischen den Orten Nyborg auf Fünen und Korsor auf Seeland Fähren eingesetzt. Seit 1998 wurde die Brücke durch die Dänische Königin für den Straßenverkehr als gebührenpflichtige Autobahn freigegeben. Etwas geschockt hat mich der Preis, 410 Kronen für hin und zurück, das sind ca. 60 Euro. Aber naja die Uni hat's ja :-)

Es war ein tolles Erlebnis!
Der gesamte Tag in Kopenhagen war sehr gelungen.

Wir hatten mittags einen Termin mit einem Forscher, der die Unternehmenskultur in Dänemark sowohl als auch in Deutschland untersucht und verglichen hat.
Es gibt sehr große Unterschiede, zB wird bei den Dänen meistens selbst der höchste Chef geduzt, meetings werden eher mit Smalltalk begonnen, Anzüge sind so gut wie nie erforderlich und auch sonst herrscht eher die Dänische Lockerheit.
Deutschland bietet dahingegen eher die gegensätzlichen Verhaltensweisen. Als Fazit seiner Forschung kam heraus, dass die Deutsche Kultur im Unternehmensbereich um einiges professioneller ist, gerade durch die formelle Art und den doch eher steifen Umgang.

Danach ging es durch die Innenstadt, unser Leher der selber in Kopenhagen lebt, machte mit uns eine kleine Stadtführung. Diese endete in Christiania, einem Freistaat in Kopenhagen. Christiania gibt es seit 1971, es ist sozuagen eine alternative Wohnsiedlung unabhängig von Kopenhagen. Die Bewohner schreiben ihre eigenen Gesetzte, wovon es derzeit vier gibt:
  • Keine harten Drogen
  • Kein Handel mit Gebäuden oder Wohnungen
  • Keine Waffen
  • Keine Gewalt
Die Atmosphäre in Christiania kann man nicht in Worte fassen. In Bilder auch nicht, denn fotografieren ist strengstens verboten. Für mich war es eine komplett andere Welt, eine Welt die ich zuvor noch nie gesehen habe.

Raus aus dieser Welt ging es ins Dänische Theater, ein Stück über den Unternehmer Möller, Dänemarks reichster Mann und Gründer der weltweit größten Reederei Maersk mit Sitz in Kopenhagen. Leider habe ich nicht so viel verstanden, aber dennoch war es unterhaltsam, die Atmosphäre im Theater war sehr schön, die Schauspieler waren professionell und die Akkustik war beeindruckend.

Maersk in Kopenhagen



Müde und durchgefroren ging es spätabends wieder Richtung Odense, diesmal über die Brücke bei Dunkelheit ...

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hey Jenny,
bei Wikipedia, und unter Google bildsuche gibt es Fotos von der Stadt. Ist echt interessant zu sehen, wie die da so leben.
lg, NAdine

Nina hat gesagt…

.. und in der Brandt Klaedtfabrik gibt es viele Bücher davon.. am Donnerstag entdeckt :) Echt ein lustiges Prinzip, wonach die Menschen dort leben.. auch wenn es ein wenig hippiemäßig ist.. oder gerad deshalb :)